Der Schweizer Kachelofen
Der Schweizer Kachelofen ist der erste transportable Speicherofen überhaupt. Er wurde ca. 1890 von einem Kachelofenbauer in Sursee / Schweiz entwickelt.

Die Qualität eines Speicherofens liegt in seinem hohen Gewicht (Speichermasse). Er funktioniert wie jeder handgesetzte Grundofen, in dem die Brennkammer im Verhältnis zur Ofenmasse relativ klein ist. Dadurch kann man eine kleine Holzmenge mit extrem hoher Temperatur verheizen. Um zu verhindern, dass die entstandene Wärme durch den Schornstein entweicht, muss die Flamme innerhalb des Ofens einen langen Weg zurücklegen. Dabei kühlt sie sich ab. Die Energie geht in den Stein über und wird von diesem kontinuierlich über Stunden an den Raum abgestrahlt, und wiederum von den Wänden und dem Fußboden des Raumes eingespeichert. Genau das (und nur das) führt zur sprichwörtlichen behaglichen Kachelofenwärme.

Ein so beheizter Raum braucht mindestens einen Tag bis er wieder ausgekühlt ist. Also können wir bei diesem System von echter Nachhaltigkeit sprechen.

Diese 100 Jahre alte Technik ist kaum mehr verbesserbar und heute moderner denn je.

Die Öfen sind durchweg historische Original-Unikate, die von uns in liebevoller Handarbeit wieder instandgesetzt, bzw. nach Kundenwünschen ausgestattet werden. So ist es z. B. möglich, sie auch mit einer maßgefertigten Glastür, neuen Kachelglasuren oder mit Speckstein zu versehen.