Allesbrenner
Er ist mit einer oben gelegenen Feuertür für das Füllen mit Kohleprodukten oder Holz angelegt. Beim Verbrennen von Kohleprodukten sorgt das unten liegende Feuerrost für großflächige Sauerstoffzufuhr. Beim Verbrennen von HOLZ jedoch sollte der Sauerstoff seitlich zugeführt werden. So wird der entstehende Glutstock nicht von unten abgekühlt und die Rauchgase können in der Gluthitze mit Hilfe des Sauerstoffes verbrennen. Deshalb haben wir schon oft erfolgreich empfohlen, in diesem Falle einen Schamottstein auf den Rost zu legen. Dieser Stein sollte den Rost bis auf das vordere Viertel bedecken. Die auf dem Stein verbleibende Asche bildet ein ideales Glutbett und verbrennt ebenfalls weitgehend.
Allesbrenner waren bis 1990 in Deutschland weit verbreitet, werden aber im Zuge der Bundesimmissionsschutzverordnung bis 2024 weitgehend von der Bildfläche verschwinden.




Brennstoff Holz
Es gibt vielfältige Möglichkeiten zur Umwandlung von Holzbiomasse in Form von Holzscheiten oder Hackschnitzeln in Energie. Je nach Größe und Ausstattung der Anlage kann sowohl ein Ofen oder eine Heizung sowie Heißwasseranlage betrieben als auch Strom sowie Kraft und Wärme gewonnen werden. Bei der Verbrennung des Holzes unter Reaktion mit Luftsauerstoff werden die Bestandteile des Holzes und der Rinde (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und etwas Stickstoff) zu Kohlendioxid und Wasser sowie Asche umgewandelt; Wärme wird freigesetzt Eine vollständige und optimale Verbrennung benötigt eine Brennkammertemperatur von etwa 500 Grad Celsius, außerdem ist zu beachten, daß ein guter Abbrand nur mit dem nötigen Sauerstoff zu erreichen ist. Der obere Heizwert des Holzes schwankt je nach Holzart zwischen 3.500 und 4.500 Kcal pro Kilogramm trockenes Holzes (max. Messfeuchte = 15%). Einen sehr großen Einfluss auf den Heizwert hat der Wassergehalt des Holzes.; besteht beispielsweise ein Kilogramm Holz aus 50% Trockensubstanz und 50% Wasser, so liegt sein Heizwert bei nur 1.500 bis ca. 2.000 Kcal statt 3.500 bis ca. 4.000 Kcal. Aus diesem Grund sollen Brennholzscheite mindestens 2- 3 Jahre gelagert und getrocknet werden - 1 Monat je 1 cm Durchmesser.
Ein Ofen, dessen Brennkammertemperatur größer als 500°C ist, verwertet alle Holzarten mit der gleichen Effektivität. Leichte Hölzer mit etwas weniger Rohgewicht müssen lediglich öfter nachgelegt werden. Der Harzgehalt von Nadelhölzern ist bei heißer Verbrennung kein Nachteil.  

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Grundofen
Der Grundofen ist ein handwerklich, aus keramischem Material massiv gefertigter Ofen. Brennkammergröße, Rauchzüge und Speichermasse sind so aufeinander abgestimmt, daß das Holzfeuer sich bei voller Luftzufuhr ausbrennen kann, ohne daß seine Flammen dabei den Ofen verlassen. So entwickelt es seine optimale Heizkraft. Es gibt Grundöfen mit Feuerrost (als Luftdüse) - diese sind schlank und hoch, mit steil nach oben angeordneter Brennkammer (Specksteinofen, Schweizer Kachelofen) und Grundöfen ohne Feuerrost. Dort ist die Brennkammer liegend angeordnet und die Luftzufuhr durch die Feuertür ausreichend.

Grundöfen haben, je nach Speichermasse, eine Aufheizzeit von 1-3 Stunden, nehmen die Wärme auf und strahlen sie bis zu 24 Stunden lang ab.  

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Offener Kamin - Warmluft-Heizkassette einsetzen
Wie verbessere ich einen offenen Kamin?
Wie wir wissen, ist ein offener Kamin ein reines Luxusobjekt das wesentlich mehr Raumluft absaugt (bis zu 4 cbm pro Minute), als es Energie spenden kann. Wie verbessere ich eine solche Anlage? Wir legen größten Wert auf Heizen im Zusammenhang mit Raumhygiene und Wohlfühlen. Daher raten wir vom Einbau einer Warmluftkassette ab und führen solche Arbeiten selbstredend auch nicht aus.
Begründung: Es liegt in der Natur dieser Kassetten, dass sie die Raumluft umwälzen und eine entsprechende Staubfracht verursachen. Außerdem wird dadurch hauptsächlich die Raumdecke, nicht aber der Fußbodenbereich erwärmt. Eine Warmluft-Kaminkasette besteht rundherum buchstäblich aus Eisenrohren, durch welche die Raumluft zieht. Somit ist die Brennkammer einer Kassette permanent gekühlt und kann kaum die für Rauchgase gebrauchte Zündtemperatur von 500°C bereithalten. Aus diesem Grund ist sie für Holzbrand untauglich.
Einzige Alternative: Der Einbau einer hochwertigen Glastür am Kamin. Diese beseitigt zunächst den Absaug-Effekt durch den Schornstein (etwa 4 cbm Raumluft pro Minute), sorgt für eine gezielte Verbrennung des Holzes, einer Beheizung des Raumes über die Scheibe und die nachhaltige Erwärmung des Kaminmantels. Das bedeutet: Die Temperatur ist etwas geringer, dafür jedoch angenehmer und nachhaltiger. Natürlich muss die Anlage vorab auf Tauglichkeit geprüft werden. Die Türen werden auf Maß angefertigt.  

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Kohleofen
Hier wird die Kohle in einen engen Füllschacht gefüllt. Der Abbrand erfolgt in einem korbförmigen Rost, wo der nötige Sauerstoff großzügig von allen Seiten an das Brandgut gelangt. Die Kohle glüht durch und heizt mit unter stundenlang nach. Für Holzbrand nicht geeignet.  

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Der deutsche Kochherd
Der deutsche Kochherd mit seinem Handlauf gilt auch heute noch als das ultimative Kochgerät, das sowohl mit Holz, als auch mit Kohlefeuerung sehr gut funktioniert. Zwar war die Brennkammer dieser Herde ursprünglich mehr für Kohle und Brikettbrand gedacht und auch angelegt, aber wir können in unserer Werkstatt diese Brennkammern vergrößern, tiefer legen, mit extra Luftdüsen ausstatten und somit für einen einwandfreien, sauberen Holzbrand sorgen.
Die Brennkammer gewinnt an Tiefe, an Speichermasse und es ist genügend Platz für ein vernünftiges Aschebett, den Aufbau eines Glutstockes und eine Ausbrandzone, damit die Flamme des Holzfeuers nicht gleich an der Kochplattenoberfläche auskühlt.  

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Konvektion bei Gusseisenöfen
Konvektions- oder Strahlungsofen?

Bei Gusseisenöfen existiert kein großer Unterschied in der Wirkung eines Konvektions- oder Strahlungsofens. Da man keinen Kühleffekt wie bei herkömmlichen Stahlöfen erzielen möchte, sind die sogenannten Warmluftschächte eher eng, so dass ein gusseiserner Konvektionsofen nur unerheblich mehr Warmluftauftrieb und Staubfracht als ein Strahlungsofen erzeugt. Ursprünglich hat man dem gusseisernen Ofen eine zweite Haut gegeben, um die Oberflächentemperatur niedriger und ungefährlicher zu machen, so dass die Sicherheitsabstände zu brennbaren Gegenständen geringer werden als bei einwandigen Öfen.  

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Verbrennungsluft
Für die sichere Funktion einer Feuerstätte ist neben der Schornsteinthermik die richtige und ausreichende Verbrennungsluftzufuhr notwendig. Der natürliche Luftaustausch, besonders in Neubauten, wird immer weniger (auch z.T. bei sanierten Altbauten), da Fenster und Türen oft hermetisch dicht schließen.
- Sorgen Sie bitte dafür, daß ihr Ofen genug Verbrennungsluft zur Verfügung hat.
- Insbesondere muß sichergestellts sein, daß notwendige Verbrennungsluftleitungen während des Betriebes der Feuerstätte offen sind.
Fast alle modernen Öfen haben einen separaten Verbrennungsluft-Anschluss. Es ist immer zu Bevorzugen, die Verbrennungsluft aus dem Haus (UG, Schornstein) zu holen als aus dem Freien. Die Temperaturunterschiede zu "Draußen" können zu starker Kondenswasserbildung führen.  

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Lockfeuer
Der Schornstein ist der " Motor " einer jeden Feuerstätten. An manchen Tagen kann es witterungsbedingt dazu kommen, dass ein Schornstein nicht zieht (Hochdruckwetter) oder dass die geografische Situation (Tal-Lage) die korrekte Funktion des Schornsteins verhindert. In solchen Fällen ist ein Lockfeuer nötig.

Schornsteinreinigungstür:
- Zunächst die Schornsteinreinigungstür öffnen und soviel Zeitungspapier verfeuern, bis der Schornstein zieht. Das Papier muß mit hoher Geschwindigkeit nach oben zum Schornstein hinausbrennen, dann ist der Schornstein frei.
Bitte benutzen Sie üppig Papier, da das erste Durchziehen des Schornsteins nicht gleich zum Erfolg führen muss.  

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Schweizer Kachelofen 
Die Idee, den sehr schweren und großen ins Haus eingebauten Speicherofen (Grundofen; Specksteinofen) als mobiles Gerät zu konstruieren, stammt vom einem Hafnermeister aus dem schweizerischen Sursee.
Er erschuf damit eine transportable Wärmequelle, die in unserer schnelllebigen Zeit wieder hochmodern wird. Sie ist kompakt, sehr effektiv und gesund in der Wirkung. Es gibt nur wenige Manufakturen, die diese komplizierten Bauwerke noch herstellen.
Konstruktion: Der handgesetzte, kompakte Grundofen wird in einer Rahmenkonstruktion aus Gusseisen integriert und kann so am Stück transportiert werden.  

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Der Strahlungsofen
Der Strahlungsofen ist aus keramischem Material oder Metall einwandig gebaut und gibt seine Wärme strahlenförmig an seine Umgebung ab. Dadurch erwärmen sich alle Objekte, Fußboden, Wand und Decke in seiner Nähe gleichermaßen und es kommt zur sprichwörtlichen Behaglichkeit. Der Strahlungsanteil richtet sich nach der Wandstärke des Ofens. Je dicker die Ofenwand, desto angenehmer langwelliger die Strahlung. Je dünner und heißer die Ofenwand, desto mehr Wärme steigt als Warmluft nach oben.  

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Temperaturverlauf bei der Holzverbrennung
100°C - ERWÄRMUNG UND TROCKNUNG
Diese Temperatur wird so lange nicht überschritten bis alles Wasser verdampft ist
100°C - 150°C - ENTGASUNG
Sauerstoff und Wasserstoff entweichen. Zellulose und Lignin beginnen auszutreten und werden mit zunehmender Temperatur verflüssigt.
170°C - THERMISCHE ZERSETZUNG
Es entstehen die unterschiedlichsten Zersetzungsprodukte.
AB 240°C - ENTFLAMMUNGSTEMPERATUR JE NACH HOLZDICHTE
200°C - 300°C - LÄVOGLUKOSAN steigt in feinen TEERTRÖPFCHEN mit den Rauchgasen auf
AB 270°C zerfällt es in ESSIGSÄURE, ACETON, METHANOL, PHENOLE, WASSER, KOHLENDIOXID, etc.
Diese Zersetzungsprodukte gehen untereinander neue chemische Verbindungen ein und bilden für die Verbrennung relevante Stoffe wie z.B. WACHSE, HARZE und TEERE.
BIS 280°C
langsame thermische Zersetzung und schwer entflammbare Gase entstehen: AMEISENSÄURE, ESSIGSÄURE, WASSERDAMPF, KOHLENDIOXID.
AB ca. 280°C - BESCHLEUNIGUNG DER THERMISCHEN ZERSETZUNG
Nun entströmen leicht brennbare Gase: KOHLENDIOXID, METHANOL, WASSERSTOFF und ENERGIEREICHE TEERE.
500°C - Erforderliche Zündtemperatur des Gasgemischs
Erst jetzt beginnt die restlose Verbrennung der Rauchgase und die Flammentemperatur steigt auf 700-1000°C. Der Heizvorgang beginnt!!
 

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Der Warmluftofen
Der Warmluftofen ist doppelwandig gebaut. Er besteht aus einer Brennkammer aus Metall und einer Ummantelung aus Metall oder Keramik. In den so entstandenen Warmluft-Zügen wird die kalte Raumluft angewärmt, tritt an obenliegenden Öffnungen aus und strebt auf direktem Weg an die Zimmerdecke. Erst die Umwälzung der gesamten Raumluft verteilt die Wärme im ganzen Raum. Da der Strahlungsanteil dieser Öfen verschwindend klein ist, ist deren Wärme immer unterwegs und schnell weg. Hohe Staubfracht!
Der große Temperaturunterschied von ca. 1cbm umgewälzter Raumluft an der DEcke und dem Fußboden ist für den Menschen höchst unangenehm.  

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